Kriegermarterl Zur Übersicht

Beschreibung und Geschichte:
 
Das Kriegermarterl geht auf einen Unfall im Wald im Jahr 1893 zurück. In den 1980er Jahren ließ Konrad Stadler das stark beschädigte Marterl auf eigene Kosten bei einem Schreiner und einem Maler nach altem Muster neu anfertigen. Das Marterl besteht ähnlich wie das Schmiedmarterl aus Fichtenbrettern. Die Seitenbretter sind geschweift. Das Deckbrett ist mit Kupferblech überzogen. Das Taferl selber ist aus Blech. Das Bild zeigt einen Laubwald, der wahrscheinlich einst hier stand. Ein Baum mit verdorrter Krone liegt am Boden. Darunter liegt der verunfallte Schmiedemeister in einer Blutlache. Am gefällten Baum sind keine Schnittspuren zu sehen. Er scheint abgebrochen zu sein. Die Darstellung ist wohl eher der künstlerischen Freiheit des Malers zu verdanken. Die Schrift unter dem Gemälde ist in der ländlichen Sprache damaliger Zeit abgefasst. "Krieger Marterl. Am 16. Oktober 1893 mitten am Nomittag umra zwoa af dem Platz do hat den Anreas Huber, bedienstet beim Krieger in Asbach, a Bam daschlogn im 63. Lebensjahr. Wanderer versetz di in sei harte Stund und bet ihm aus guatn Grund ein Vater Unser."

 April 2014 - Großes Bild

Wie kann man das Marterl finden?


Fährt man auf der Staatsstraße SR55 von Hofkirchen nach Neuhofen kommt man am 103 Meter hohen Fernmeldeturm vorbei. Dort biegt man nach rechts in den Kiesweg, die sogenannte Hochstraße ein. Dieser Gemeindeverbindungsweg besteht schon seit alters her. Er ist der Hauptweg eines weit verzweigten Wegenetzes, das nach Hofkirchen, Asbach, Neuhofen und Pramersbuch führt. Westlich handelt es sich um Staatswald, östlich liegen Privatwälder. Nach 2 km hängt das Marterl etwa 20 Meter auf der rechten Seite des Wegs an einer Buche. Der Bayernatlas zeigt die Stelle. (Landkarte im Bayernatlas)
Am Baum ist ein Schild mit einem QR-Code angebracht, mit dem man mittels Handy Informationen abrufen kann.

April 2014 - Großes Bild
Im März 2020, Richard Stadler -  Letzte Aktualisierung: 30.06.2020 16:26 Impressum