Asbach - Dorfkreuz bei der Kirche Zur Übersicht

Beschreibung
Das kleine Dorf Asbach ist der südlichste Ort der Gemeinde Laberweinting und gehört zur Pfarrei Hofkirchen. Der Ortsname bedeutet: Das Dorf, das am Bach bei den Aspen liegt. Asbach wurde das erste mal 1640 urkundlich erwähnt. Bis zur Gebietsreform war Asbach die flächenmäßig größte selbständige Gemeinde des Landkreises Mallersdorf.

Im März 1870 wurde die alte Kirche in Hakirchen aufgrund der enormen Sicherheitsmängel geschlossen. Schon im April 1870 fasste die Kirchenverwaltung den Beschluss, „von der Reparatur der ganz baufälligen, abseits gelegenen, ihren Zwecken durchaus nicht entsprechenden Kirche dahier ganz und gar abzusehen, dagegen in Gottes Namen zu einem Neubau zu schreiten“. Weiter heißt es in diesem Beschluss, „ dieser Neubau soll in die Mitte des Dorfes auf einen rechts von der Straße beim Dorfkreuz gelegenen, erhöhten Platze hingestellt werden“. Daraus ergibt sich, dass das Kreuz schon vor 1870 an dieser Stelle stand.

In der
Mitte des zweiseitigen Aufgangs zur Filialkirche St. Johannes dem Täufer thront das fünf Meter hohe, überdachte Dorfkreuz. Am Fuße des Kreuzes steht in einem Schrein die Schnitzfigur der schmerzhaften Muttergottes Mater Dolorosa. Auf dem Kreuzbalken sitzen zwei Putten.
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Mai 2011 - Großes Bild
In der Chronik von BGR Josef Schmaißer "Asbach - Eine neue Kirche wird gebaut" aus dem Jahr 1999  ist über das Kreuz zu lesen:

Das alte Dorfkreuz vor der Kirche wurde am 15. September 1996 von Pfarradministrator Josef Schmaißer neu benediziert. Die ganze Pfarrei nahm an der Feier teil. Der Kreuzbalken und die Bedachung wurden von der Schreinerei Ludwig Altweck aus Hofkirchen in Eiche erneuert. Den Christuskörper und die Figur der Mater Dolorosa fasste der Restaurator Krisch aus Deggendorf. Die Gartenanlage erstellte der Landschaftsgestalter Stephan Neumeier aus Greilsberg.
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Mai 2010 - Großes Bild
Die lebensgroße Christusfigur ist eine beeindruckende Schnitzarbeit, die perspektivisch dem Standort so angepasst ist, dass sie der Betrachter von weit unten ansieht. Die Dornenkrone ist nicht geschnitzt sondern wirklich aus dornigen Zweigen geflochten. Am Kreuzbalken sitzen zwei barocke Putten. Der rechte hat den Mund geöffnet als würde er sprechen und hält ein Spruchband mit der Aufschrift: "Es ist vollbracht." Der Linke ist zurückgebeugt. Sein rechter Arm weist zum Himmel. Über dem Kopf des Gekreuzigten hängt die Titulusfahne mit den Buchstaben I.N.R.I. Das sind die Initialen des lateinischen Satzes Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum – „Jesus von Nazaret, König der Juden“. Großes Bild
Mai 2011 - Großes Bild
Der Fotograf Vinzenz Kammermeier aus Leitersdorf hat um das Jahr 1926 dieses Schwarz-Weiß-Bild aufgenommen. Der Vergleich der beiden Bilder zeigt, dass das Kreuz und die Figuren nach fast 100 Jahren unverändert erhalten geblieben sind. Der lobenswerte Zustand ist den jeweiligen Mesnerleuten, der Kirchenverwaltung und der Dorfgemeinschaft Asbach zu verdanken, die stets ihre Kirche und den Vorplatz mit dem Kreuz in vorbildlicher Weise pflegen. Großes Bild
Januar 1926 - Großes Bild
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Mai 2011 - Großes Bild

Die 150 cm hohe Figur der Mater Dolorosa, der Schmerzensmutter steht in einem mit Blech eingeschlagenen Holzkasten, der sich nach oben oval verjüngt. Der umlaufende Rand ist mit einem gezahnten Rahmen verziert. Die Marienstatue hat ein Schwert in der Brust, das die erlittenen Schmerzen der Mutter symbolisiert. Maria ziert eine auffällige, in Gold gefasste, sternförmige Gloriole.

Wie kann man das Kreuz finden?

In der Ortmitte von Asbach steht das Kreuz rechts an der Straße vor der Kirche St. Johannes dem Täufer.

Eine Markierung im Bayernatlas zeigt den genauen Standort (Landkarte im Bayernatlas)
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Mai 2011 - Großes Bild
Im August 2020, Richard Stadler -  Letzte Aktualisierung: 27.08.2020 18:42 Impressum